Spanien in der Nacht

  1:15 Uhr, ich krebs an sonem Primitivo herum und über Skype sagt mir Mark, dass der Vina Sardasol, ein Tempranillo/Merlot aus Navarra, noch nicht leer ist. Rubbeldikatz war er bei mir mit der Flasche in der Hand. Wir mögen beide momentan die Spanier (natürlich neben Italien und anderen), wahrscheinlich weil sie meist so rassig daherkommen und ein Gefühl von Stierkampfarena verbreiten. Als Mann hat man einen möglicherweise genetischen Hang zum archaischen, rauhen, und das wird durch spanische Weine hervorragend bedient. Ok, dieser kam aus Navarra, was noch nicht ganz Rioja ist, aber zumindest der kleine Bruder. Die Farbe verwirrte ein bißchen. Knackiges Rot, aber am Rand schon leicht warme Reflexe und das schon bei einem 2008er Jahrgang. Vier Monate Barrique, nicht viel, aber 0 Monate wäre schlimmer. Aroma: So wie es sein soll. Rassig, Unterholz, Leder, dunkle Früchte, überreife Erdbeeren, die direkt von der Pflanze genommen wurden und wo noch Erde dran haftet. Mark meinte auch Stachelbeere zu erkennen. Warum, weiß ich nicht. Auf die Zunge damit. Schöne Fruchtigkeit und Lebendigkeit. Aber diese Sääääure, sehr unangenehm. Leicht bitter auch. Und dann die Tannine, die nach hinten hin immer deutlicher werden. Rauh, kratzig fast. Gibt sicherlich bessere, auch aus der Navarra (der Navarra? die Navarra? das Navarra?), aber er hat auch nur irgendwo in den 100 Cent zwischen 5 und 6 Euro gekostet.

Vina Sardasol
keiner meckert, dass die Flasche so schlecht freigestellt ist, klar!?

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Kommentare: 2
  • #1

    Frau Susi (Sonntag, 10 Januar 2010)

    Die Flasche ist schlecht freigestellt.

  • #2

    Dwain (Samstag, 21 Juli 2012 19:03)

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