New Mexico

Zweieinhalb Wochen Amerikaurlaub, davon 10 Tage in New Mexico, dem Staat im Süden an der Grenze zu, wer hätte es gedacht, Mexiko. Obwohl man in Mitteleuropa im Großen und Ganzen amerikanische Weine nur aus Kalifornien, Washington und Oregon bekommt, heißt es, dass in allen der vereinigten Staaten Wein angebaut wird. Also auch in New Mexico, wo karge und trockene Verhältnisse herrschen. Ganze 38 Wineries gibt es, falls ich mich nicht verzählt habe. Ich habe nicht alle probiert, aber kam doch dazu, ein paar zu verkosten. Der erste Eindruck war nach einem von La Chiripada aus Dixon im Norden von NM. Er heißt Vintner's Reserve Red und ist ein Tempranillo/Ruby Cabernet, 12 Monate in ungarischer Eiche gereift. Sympathisch, dass die amerikaner nicht nur amerikanische Eiche verwenden. Geschmacklich sympathisch, nicht nachhaltig sympathisch. Schöne Dichte, gute Frucht, lecker Weinchen. Aber der erste Eindruck wurde schnell bei einem weiteren Wein relativiert. Von Vivác Winery ein Tempranillo. Mager, ausdruckslos, eindimensional. Wird aber vom Weingut selber als sexy bezeichnet. 19 $, aber ein Geschmack wie Tetrapak ausm Penny. Auf und ab ging es mit jedem verkosteten Wein weiter. Vielleicht mehr ab als auf. Auf jeden Fall zu teuer. Und man darf sich nicht von den überwiegend schlechten Etiketten schrecken lassen.

 

Was einigermaßen positiv aufgefallen war:

Milagros Vinyards Corrales Red

Luna Rossa Tempranillo

Gruet Pinot Noir

 

Was nicht uninteressant ist, ist, dass sich viele typisch italienische Rebsorten, wie Dolcetto, Nebbiolo, Aglianico, Montepulciano, Barbera, finden.

 

Wahrscheinlich wird es aber noch eine Weile dauern, bis neumexikanischer Wein in Deutschland erhältlich ist.

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